Über mich
Ich wurde mit Idealismus und in Kreativität hinein geboren. Zuhause war es bunt, unsere Wohnung beherbergte zeitweise ein Näh-Atelier, später ein Architektur-Büro. Unsere Wohnungstür stand offen, und wer da war, nahm am Küchentisch Platz. Ich suchte früh meine Berufung und sah sie nicht. Da ich aber auch keinesfalls Abitur machen wollte, weil mir nichts besseres einfiel, war ich dankbar, als ein Bekannter mir den Tip einer Schule in Bremen gab, wo ich eine Ausbildung mit dem Abitur kombinieren konnte. So entdeckte ich die Strategie, Optionen zu schaffen.
Die schulische Ausbildung mit Abitur blickte auf den Job der Wirtschaftsassistentin/Fremdsprachen. "Ihr werdet alle in Call-Centern arbeiten", hatte uns einer unserer Lehrer Ende der 90er prophezeit, und zeitweise taten wir das auch.
Kunst war immer dabei, spielte jedoch nie die Hauptrolle. Im Kunstunterricht entdeckte ich den Holzdruck: Einige der Platten, die ich heute bedrucke, stammen aus der Schulzeit. Ich adaptierte den Wunsch der Gesellschaft, etwas Sinnvolles zu machen, und probierte dennoch so einiges aus. Erst später merkte ich: Keine Erfahrung war sinnlos, und einiges entwickelt sich langsam. Ayurveda ist so etwas. Anfang 2002 hörte ich den Begriff zum ersten Mal, doch erst Jahre später entwickelte sich in kleinen Schritten ein Interesse. Die zentrale Rolle, die Ayurveda in meinem Leben heute spielt, hätte ich damals nicht vorhersehen können.
Was mich prägt
- Ich spreche fünf Sprachen. Ich setze mich ein für Vielfalt - der Kulturen, der Perspektiven, der Möglichkeiten. Dort, wo Neugier lebt, entsteht Wachstum, entsteht Neues. In einem solchen Umfeld lebt Kreativität, dort fühle ich mich lebendig.
- Ich möchte Verbindung schaffen: Zwischen Menschen, Teams, Strukturen mittels Kunst und Nahrung und einfacher Zusammenarbeit.
Stationen
- Oldenburg, Kindheit: Ich habe gemalt, weil ich es wollte: Mit Pastellkreiden, Ölfarben, realistisch und abstrakt. Parallel dazu machte ich Kurzfilme mit einer Jugendgruppe und träumte davon, Dokumentarfilmerin zu werden. Ich wollte Dinge kreieren. Kreativität war immer da, doch nahezu klassisch führte mich ein Sicherheitsbedürfnis zunächst in eine Berufsausbildung. Sie machte mich mit Anfang 20 früh finanziell unabhängig, und das fühlte sich erst einmal gut an.
- Leipzig, ab 2002: Nach 2 Jahren im Job änderte ich den Kurs und suchte die Leichtigkeit eines Studiums. Ich wollte mich in ein Thema vertiefen: Lateinamerikanische Kulturgeschichte. Gleichzeitig öffnete mir die Stadt mehr Türen als das Studium: Nebenjobs in Galerien in der Baumwollspinnerei und im Tapetenwerk, Künstler, Ateliers, Gespräche zeigten mir, dass allein sich mit Kunst umgeben sowohl spannend, als auch langweilig war. Mein Nebenjob bei Spreadshirt, führte mich dann, ohne dass ich es damals wusste, in eine ganz andere Richtung.
- Lissabon, 2008: Ein Erasmus-Winter. Kunst, Konzerte, Sprache, Literatur. Lisboa hat mich nach draußen katapultiert und tief urban verwurzelt und mir gezeigt, das alles, was erst fremd ist, irgendwann heimisch und später nostalgisch sein kann.
- Hamburg, ab 2011: Meine Rückkehr in das Berufsleben, und nach Hamburg. Jimdo, ein wachsendes Unternehmen, das mir Vertrauen und Gestaltungsfreiheit gab, wie ich sie seit dem nicht noch einmal erlebt habe. Dies hat mir gezeigt, was ich an Systemen, Prozessen und Menschen wirklich mag, und dass ich neben Struktur auch Freiheit benötige.
- 2017 wurde ich Mutter. Mutterschaft hat noch einmal vieles verschoben. Irgendwann stellte ich mir die Frage, was ich wirklich will. Kreativität oder Prozesse? Und zum ersten Mal erkannte ich, dass die Antwort kein entweder/oder ist, sondern eine Kombination: Kreativität und Systeme vereinfachen. Struktur und Freiheit. 2024 begann ich, diesen Weg konkret zu gestalten.
Vergangene Ausstellungen
"Hier enden die Sommerferien"
26.08.-03.09.25 - Bedürfnisanstalt
Dies war eine kleine gemeinsame Ausstellung mit meinem Kind. Wir malten vor Ort den Hamburger Hafen und zeigten Motive aus den Sommerferien: Freibad, Eis und Langeweile.
altonale 2025
27.06.-06.07.2025 - Im Rahmen von "Kunst im Schaufenster" stellte ich bei de schooster meine aktuellsten Drucke der Spaziergänger aus. Kunst, Handwerk und Ottensen verbanden sich hier, ich fand es wunderbar.
altonale Kunstherbst
30.11.-01.12.2024, 11-19 Uhr - altonale Kunstherbst
Hier habe ich eine bunte Mischung ausgestellt, um einmal mein Portfolio sichtbar zu machen.
"Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist bunt!"
17.02.-01.03.2024 - Bedürfnisanstalt
Jeder fängt klein an, dies war meine erste Ausstellung. Ich habe Holzdrucke und Aquarell gezeigt, die in meinen Augen immer etwas zu Entdecken bieten.